Leider ist es uns nicht gelungen die Stadträte der anderen Fraktionen davon zu überzeugen, dass sie anhand unserer vorgetragenen Argumentationen ihre Entscheidung dahin gehend ausrichten, die „Schilling´schen Figuren“ als Gesamtensemble des Schlossteichparks bestehen zu lassen. Wir hatten uns dafür starkgemacht, dass die Figuren nach dem Aufbringen einer speziellen Schutzlasur auch weiterhin an ihrem traditionellen Standort über die nächsten Jahre verbleiben können. Unser Vortrag beinhaltete weitere Vorschläge als Alternative, falls sich der Zustand der Kunstwerke trotz der Schutzmaßnahmen in den nächsten Jahren dennoch verschlechtern sollte.

Zwei den Chemnitzern vertraute Plätze stehen in Gefahr, ihre einmalige und besondere „Aura“ zu verlieren. Das Schlossteich-Areal und der Theaterplatz sind, in der bestehenden Gestaltung sämtlichen Chemnitzer Einwohnern – welche heute in dieser Stadt leben – über viele Jahrzehnte sehr vertraut. Generationenübergreifend werden schöne Erinnerungen damit verbunden.

Als selbst ernannte Stadt der Moderne kann man natürlich auch sein öffentliches Antlitz neu ausrichten. In Abwägung des Gleichgewichtes zwischen Tradition und Moderne können dadurch weitere interessante neue Dinge entstehen. Solche Aktivitäten sollten dort stattfinden, wo Aufwand und Nutzen in Einklang kommen. Es ist beispielsweise richtig und notwendig den Marktplatz vor dem Chemnitzer Rathaus so aufzuwerten, dass die Menschen dort gerne verweilen. Dazu muss man nicht auf „Biegen und Brechen“ traditionsreiche, identitätsstiftende und öffentlich prägsame Plätze umgestalten! Der Kostenfaktor wird den Bürgern wohl kaum zu vermitteln sein…