Dieser Vorschlag wäre einem 1. April würdig gewesen. Doch so muss er nun in seiner Sinnhaftigkeit mit Lebkuchen und Schokoweihnachtsmännern, welche wieder mal als sommerlich- kreative Schaufensterauslage herhalten müssen, im Hochsommer 20016 konkurrieren.

Zweifellos müssen die wertvollen Kunstwerke -so gut es möglich ist- vor Vandalismus geschützt werden. Und im Fall einer Beschädigung, sollten unkompliziert schnelle Restaurierungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Eine Diskussion zum Umzug der Figuren zu veranlassen, halten wir für überspitzt.

Zunächst sollte der gegebene Denkmalschutz gewahrt werden. Die Original-Skulpturen „Vier Tageszeiten (um 1870)“ sind maßgeblicher Bestandteil, der -in den dreißiger Jahren- von Stadtbaurat Fred Otto entworfenen Neugestaltung unserer heutigen Schlossteich-Anlage. Die Figuren mussten damals ihrem ursprünglichen Platz weichen, weil dort (Ende der zwanziger Jahre) der Neubau des Hotels „Chemnitzer Hof“ erfolgte.

Die Formulierung von einigen Stadträten: „kaum Besucherverkehr“ als Argument für einen abermaligen Umzug einzubringen, ist schon krass.

Wir finden, das kann man so nicht stehen lassen!

 Jahrelang fordern engagierte Gästeführer eine ansprechende Beschilderung ein.

Und Bürgerinitiativen kämpfen um die Sanierung des naheliegenden Schlossteich-Pavillons. Nicht nur aus Liebelei, um den Erhalt des städtebaulich wertvollen Kleinods zu sichern  sondern gleichfalls auch um den beliebten Publikums –Magnet wieder vollumfänglich nutzen zu können. Und das mit einer vielfältigen kulturellen Bandbreite, die dem Schlossteichareal pures Leben einzuhauchen vermag.

Die Stadt Chemnitz und ihre Verantwortungsträger sollten daher zunächst „den ersten Schritt, vor dem zweiten tun!“ Statt enorme Gelder für einen aufwendigen Umzug der Figuren im klammen Stadthaushalt zu suchen, endlich die Sanierung des Musik-Pavillons finanziell abzusichern und zügig die dafür notwendigen Baumaßnahmen einzuleiten!