Irgendein bürgerlicher Stolz, nach nunmehr 100 Jahren wieder ein Rathaus zu errichten, ist bei der Verwaltung und den Räten nicht zu spüren. Seit 20 Jahren steht das Ende des Mietvertrags bevor und in letzter Minute wird eine Ausschreibung mit zweifelhaften Kriterien durchgeführt. Die Auswertung ist auf die Bebauung des Contilochs hin geschrieben, das ebenfalls schon seit 20 Jahren im Dornröschenschlaf liegt und sich von Zeit zu Zeit in ein Biotop verwandelt.  Bürgerbeteiligung fand überhaupt keine statt.
Man scheint sich in der Verwaltung einig zu sein, dass die hausinternen Experten den Bau eines Rathauses nicht mehr hinbekommen. Vor 100 Jahren hat Stadtbaurat Möbius (heute die Rolle von Frau Wesseler) das Rathaus selbst geplant und die Mitarbeiter im Bauamt sind da sicher anderer Meinung über ihr eigenes Können. Die Aufnahme eines zinsgünstigen Kredits wurde nicht mal in Erwägung gezogen. Da wurde weder mit Banken noch der KfW gesprochen, da die Idee des Eigenbaus aus Gründen der selbsterklärten Unfähigkeit nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurde.

Die Risikoanalyse soll erst gemacht werden, wenn die Standortfrage entschieden ist. Dafür das die Firmen von Herrn Kellnberger keine Bilanz beim Bundesanzeiger für 2012 und 2013 veröffentlicht haben, ist das recht mutig.
Alles in allem muss der gesamte Prozess nochmals unter die Lupe genommen werden. Vor allem braucht so eine Entscheidung mehr Zeit.