Am heutigen Tag wurde im Petitionsausschuss zum dritten Mal über einen Nachtbus verhandelt, welcher Menschen von und zur Schönherrfabrik,  dem n*Dorphin Club und dem Alternativen Jugendzentrum auf der Chemnitztalstraße, bringen soll. Leider sprach der Ausschuss keine Empfehlung zur Unterstützung aus.

Die Fakten lagen dieses Mal genau auf dem Tisch. Verhandelt wurde über die Einordnung von 33.000€ jährlich und 15.000€ einmalig zur Umsetzung der Haltestelle Emilienstraße auf die Höhe des Edeka-Marktes auf der Blankenauer Straße. Die Kosten lagen somit weit unter den für das Angebotsnetz vorgeschlagenen Paketen. Eines davon schlug die Nachtlinie N19 für jährlich 250.000€ vor, welche den gleichen Bedarf gedeckt hätte.

Der Beschluss würde abgesehen von den bis zu 18.000 Besuchern der Veranstaltungen in zwei Locations, nicht erhobenen Gästenzahlen aus der Schönherrfabrik, laut Schätzungen der CVAG auch 1.500 Anwohner besser anbinden. Nun geht die Entscheidung auf Grund der Gegenstimmen aus 3 anderen Fraktionen jedoch ohne Empfehlung des Ausschusses in die Stadtratssitzung. Wir sagen: Schade!

Toni Rotter, Ausschussmitglied, sagt dazu: „Ich empfand die Gründe für eine Ablehnung als sehr fadenscheinig und merkwürdig. Von der SPD wies man schon im Vorfeld z.B. mehrfach auf das mäßige Timing der Petenten hin. Aber Bürgerbeteiligung läuft nunmal nicht nach dem Fahrplan der Verwaltung. Die rechten Parteien haben gefühlt nur darauf gelauert, dass man sagt, dass eine Umlegung auf die Eintrittskarten beim AJZ nicht möglich ist, weil dort unter anderem Benefizkonzerte für Flüchtlinge stattfinden. Das ist kein gutes Zeichen für eine vielfältige Jugendkultur. Nun bin ich gespannt auf die Stadtratssitzung.“